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Reisen mit Kindern – Abenteuer Dschungel

Reisen mit Kindern – Abenteuer Dschungel
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Liebe Abenteurer,

wie versprochen, hier Teil 2 von unserem Dschungel Abenteuer in Costa Rica. Während unserer Reise haben wir sehr viel vom Land gesehen. Wir sind mit dem Auto insgesamt knapp 1.400 km gefahren und haben in 9 verschiedenen Orten Station gemacht. Wir haben die Reise mit vielen Aktivitäten, Sehenswertem und viel Spass gestaltet.

Ich werde Euch heute jede Station kurz vorstellen und habe Euch ganz viele Bilder mitgebracht, die die Einmaligkeit des Landes untermalen. Viel Freude beim Lesen und Träumen.

Die Anreise

Elias ist während der Reise sehr aufgeregt und wollte nicht schlafen. Was natürlich auch an dem Bord-Entertainment-Center mit Filmen, Spielen und vielen anderen Eindrücken liegt. Gestartet sind wir in Berlin. Regen, kaltes Wetter. Gelandet sind wir (mit minus 7 Stunden Zeitverschiebung) in San José bei tropischen Temperaturen von 26 Grad und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Da wir um knapp 20 Uhr Ortszeit landen, bekommen wir von der Umgebung nicht mehr viel mit. Denn in Costa Rica geht das ganze Jahr über gegen 6 Uhr abends die Sonne unter. Bedingt durch die Nähe zum Äquator geht das auch ziemlich schnell. Natürlich sind wir alle sehr gespannt, welche Abenteuer die nächsten Tage bereit halten.

Station 1: Cahuita, Playa Negra, die karibische Seite Costa Ricas

Auf geht´s. Wir wollen Land und Leute kennenlernen. Knapp 200 km entfernt von San José liegt die Playa Negra. Der Weg dorthin führt über die Berge. Begleitet wird unsere Autofahrt von viel Regen. Noch sind wir in der Übergangszeit von Regen- zur Trockenzeit und so ein tropischer Regen ist hier noch an der Tagesordnung. Der Weg zum Ziel zieht sich wie Kaugummi. Nicht nur wir wollen über die Berge sonder auch ganz viele LKW´s die zum Hafen in Porto Lemon wollen um dort ihre wertvolle Fracht abzuliefern, die dann in alle Welt geschifft wird. Die Welt um uns herum hat sich in einen üppig bewachsenen und grünen Regenwald verwandelt. Auch Elias kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Als wir wegen ein paar umgefallener Bäume im Stau stehen, sehen wir unsere ersten Tukane. Was für ein schöner Anblick.

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Etwas später als gedacht erreichen wir unsere Unterkunft. Mittlerweile hat der Regen aufgehört aber die Sonne ist schon vom Horizont verschwunden. Das geplante Baden in der karibischen See verschieben wir einfach auf morgen früh.

Unser Wecker am nächsten Morgen ist eine Horde Brüllaffen. Der Name ist Programm. Der Costa Ricanische Hahn macht seinem Namen alle Ehre und weckt uns gegen 5 Uhr. Brüllen können diese kleinen Affen … irre. Wenn man so liebevoll geweckt wird, dann kann man ja mit Sonnenaufgang den Strand erkunden. Playa Negra, schwarzer Strand! Schwarzer Sand, überall Palmen und grün. grün, grün. Vor allem keine Menschenseele. Atemberaubend schön. Meeresrauschen, Dschungel, viele bunte Vögel und Schmetterlinge in der Luft. Wir haben das Gefühl im Paradies angekommen zu sein.

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Nach unserem Strandspaziergang sind wir hungrig. Als wir zum Frühstücken laufen sehen wir Leguane. Die hängen hier einfach so in den Bäumen rum. Als wir dann so beim Frühstück unter neuem Himmel sitzen sehen wir ein 2-Finger Faultier, das so entspannt im Baum hängt und schläft. Tiere, die wir nur aus Büchern kannten, sind hier zum Greifen nah.

Ein kleiner Exkurs zum Faultier

Es gibt in Costa Rica zwei Arten von Faultieren. Das 2-Finger und das 3-Finger Faultier. Das Faultier wird Faultier genannt, weil es sich in Zeitlupe bewegt. Aber das Faultier ist Meister im Energiesparen. Je nach Art werden Faultiere zwischen 50 und 80 cm groß. Sie hängen meistens in Bäumen ab. Ernährt sich von Knospen, Blättern, Zweigen und manchmal Früchten. Die perfekten Haken des Faultiers sind seine Krallen. Die verhindern nämlich das Herabfallen vom Baum. Faultiere haben keine natürlichen Feinde, ausser wieder mal den Menschen. Für das Faultier gibt, entspannt leben und abhängen!

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Wir geniessen bei unserem Aufenthalt in Cahuita das warme Wasser der karibischen See, den beeindruckenden Cahuita Nationalpark und vor allen die entspannten Menschen. PURA VIDA ist das Lebensmotto Costa Ricas und uns wird schnell klar warum das so ist. Elias kommt in den Genuss seiner ersten Kokosnuss. Wenn der Urlaub so weitergeht, dann werden wir ganz sicher noch viel erleben und entdecken.

Station 2: Punta Uva

Unser nächstes Ziel ist nicht weit. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch „Reggae Town“ Puerto Vejo“. Die Unterkunft für die beiden nächsten Tage liegt direkt am Strand. Als wir ankommen ist erstmal baden angesagt. Karibische Strände, weisser Sand, Palmen. Heiss ist es. Die Sonne knallt von oben runter. Ohne Sonnenschutz sollte man hier auf keinen Fall zu lange in die Sonne. Und immer viel trinken.

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Der nächste Tag gehört ganz Elias. Am Morgen gehen wir zum Baden in den Manzanillo Nationalpark. Unsere Wasser-Ratte ist wieder mal nicht aus dem Wasser zu bekommen. Für den Nachmittag haben wir uns was ganz besonderes ausgesucht. Wir fahren zum Jaguar Rescue Center. Eine Auffangstation für verletze Tiere, die hier wieder aufgepäppelt und dann zurück in den Dschungel gebracht werden. Anne unsere deutschsprachige Gruppenleiterin führt uns mit tollen Geschichten und viel Herzblut durch das Anwesen. Wir sehen viele Tiere und lernen tolle Dinge. Der Center ist eine private Einrichtung und finanziert sich ausschliesslich über Spenden und die Eintrittsgelder. Wer mehr darüber erfahren möchte, klickt einfach hier.

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Station 3: Das Orosi Tal

Wir verlassen die Karibik und fahren ins Landesinnere. Genauer gesagt in die Berge. Der Weg dorthin ist sehr kurvig. Aber die unzähligen Serpentinen haben sich gelohnt. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Das Orsi Tal ist sehr fruchtbar und reizvoll. Hier wird sehr guter Kaffee und Kakao angebaut. Und auch sonst hat das Tal einiges zu bieten.
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Vulkan Irazú, den wir auch am nächsten Tag besuchen. in 3.400 Meter Höhe kann man bei guter Sicht auf beide Ozeane schauen. Wir haben heute ganz viele Wolken und keine Weitsicht. Nach unseren Vulkan Exkurs fahren wir noch zum Catchi Stausee, besuchen das Haus des Träumers, bewundern dort die Schnitzereien aus Kaffeewurzeln und beschliessen den Tag mit einem Besuch der Kirchenruine der Kirche unserer Frau von der unbefleckten Empfängnis in Ujarrás.

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Station 4: La Fortuna, Am Fusse des Arenal Vulkans

Der Weg dorthin führt uns durch die beiden größten Städte Costa Ricas: San José und Cartago. Wegen eines schweren Unfalls erreichen wir unsere Unterkunft etwas später. Heute begleitet uns den ganzen Tag der Regen. Highlight des heutigen Abends sind die heissen Vulkanquellen im EcoTermales, die wir besuchen. Perfekt für die ganze Familie. Das warme Wasser entspannt und macht auch super hungrig und müde. Heute schlafen wir wie die Murmeltiere. Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug in den Mistico Park. Dort erlebt man den Dschungel hautnah und geht über 15 verschiedene Hängebrücken durch den Urwald. Spannend für klein und gross. Die 3 Stunden und die dort gewonnenen Eindrücke werden uns noch lange beschäftigen. Das letzte Ausflugsziel ist des El Arena Nationalpark. Hier meint es der Wettergott allerdings nicht so gut mit uns und es regnet in Strömen. Aber auch bei dem strömenden Regen hat der Regenwald seinen ganz besonderen Reiz.

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Station 5: Die Nebelwälder in Monteverde und Santa Elena

Nebelwald … klingt spannend und mystisch. Ist es auch. In 1.500 Metern Höhe bildet die Bergkette Cordillera de Tilarán eine natürliche Wasserscheide. Und an dieser Bergkette fangen sich die Wolken und hüllen den Regenwald fast dauerhaft in Nebel. Hier im Nebelwald machen wir was ganz verrücktes. Wir buchen eine Ziplining Tour durch den Dschungel. Heisst, wir schweben gesichert an langen Stahlseilen über die Baumwipfel. Und das teilweise über mehrere hundert Meter mit ordentlich Schwung. Ein bisschen mulmig ist uns allen zumute. So etwas macht man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Und das hat einen solchen Spass gemacht, dass wir am Ende garnicht mehr genug davon bekommen konnten. Auch Elias war sehr mutig und hat zusammen mit einem Guide alle 15 Bahnen gemeistert. Durch das Adrenalin im Körper beflügelt wandern wir am Nachmittag noch ein paar Stunden durch den Nebelwald.

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Station 6: Manuel Antonio

Jetzt geht es zurück zur Küste. Diesmal allerdings an die westliche Küste Costa Ricas, an den Pazifik. Auf dem Weg dorthin überqueren wir unter anderen die Krokodilbrücke des Rio Tarcoles.
Der Name ist Programm und wir sehen riesige Krokodile faul am Ufer liegen. Hier muss ich leider sagen, war die Gegend sehr vermüllt. Was sonst eher ungewöhnlich ist für Costa Rica. Denn das Land achtet sehr auf Sauberkeit und trennt genau wie wir seinen Müll. Aber leider ist es wie überall. Viele Touristen – viel Müll.

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Highlight unserer Station Nummer sechs ist der Manuel Antonio Nationalpark. Ideal um Tiere zu bewundern. Ideal um zu entspannen und um zu baden. Im Nationalpark verbringen wir einen ganzen Tag. Elias natürlich den Großteil davon im Wasser.

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Station 7: Uvita

Auf dem Weg nach Uvita halten wir bei den Nauyaca Wasserfällen. Den Weg dorthin bewältigen wir zu Fuss. Eine Stunde bergauf, bergab. Elias ist ein tapferer Wanderer und wird am Ziel mit einem Bad in kalten klaren Wasser belohnt. Natürlich müssen wir die Strecke von 4 km auch wieder zurück laufen.

Unser Ziel die Cascada Verde erreichen wir am späten Abend. Ein gemütliches Backpacker Hostel mitten im Dschungel. Der nächste Tag gehört wieder Elias. Wir verbringen den Tag an der Playa Uvita. Hier hat das Meer Gezeiten (Ebbe & Flut) und bei Ebbe kann man ganz weit ins Meer hineinlaufen. Das erinnert ein bisschen an Wattwanderung in der Nordsee. Ein wunderschöner Strand. Hier kann sich Elias austoben.

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Station 8: Corcovado

Wir verlassen die Cascada Verde sehr früh und machen uns auf den Weg nach Süden in Richtung Sirene River. Denn dort machen wir heute eine Bootstour. Entlang des Flusses gibt es ganz viele Tiere zu entdecken. Vögel, Leguane, Krokodile, Affen. Wir sehen sogar Eulen und Fledermäuse. Elias hat seine wahre Freude an den Tieren und auf dem Rückweg zur Anlegestelle darf er Kapitän des Bootes sein und dieses steuern.

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Nach der Tour geht es weiter nach Süden an den Rande des Corcovado Nationalparks. Dieser zählt zu den besterhaltensten und artenreichsten Regenwäldern der Welt. Als wir in unserer Unterkunft ankommen, stellt Elias noch seine geputzten Schuhe vor die Tür, denn morgen ist schliesslich Nikolaustag. Und tatsächlich hat der Nikolaus seinen Weg nach Costa Rica gefunden.

Heute gehts zur Finca La Tarde. Diese liegt direkt im Nationalpark und nennt sich „Projekt des ländlichen Tourismus“. Unser Guide Jairo führt uns sicher durch den Regenwald und wir entdecken viele Tiere, lernen einiges über Schlangen und Pflanzen. Am Nachmittag wollen wir zum Strand. Aber heute macht uns der Regen einen Strich durch unseren Plan. Auf dem Weg zum Strand regnet es so heftig, dass wir Zuflucht in einem „Soda“ (so nennt man hier die einheimischen kleinen Restaurants mit regionaler Küche) suchen müssen. Strand können wir heute vergessen.

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Station 9: Jungle Retreat im Golfo Dulce

Nur 30 Kilometer entfernt von unserer letzten Station liegt das Jungle Retreat. Ein kleines Häuschen mit Pool, großem Garten und direktem Standzugang. Kein WLAN, keine Nachbarn, nur wir, der Dschungel und das Meer. Hier verbringen wir die beiden letzten Tage unserer Abenteuer Reise. Hier wartet eine ganz besondere Überraschung für unseren kleinen Abenteurer. Wir fahren mit dem Fischer Milo aufs Meer zum Angeln. Elias ist begeisterter Angler und wollte unbedingt im Urlaub Angeln gehen. Und was soll ich sagen: Elias fängt 3 Fische, die wir uns zum Abendessen schmecken lassen.

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Jeder Urlaub geht irgendwann zu Ende. Wir waren 21 Tage auf Abenteuer Reise im Dschungel. Und wir werden noch ganz oft über unsere Reise erzählen und in Erinnerungen abtauchen.

Wir können Costa Rica als Reiseland mit Kindern nur wärmstens empfehlen. Wir sind dort herzlich empfangen worden, kamen als Fremde und gehen als Freunde. Und wir hoffen, dass dieses Paradies noch lange erhalten bleibt und die Regierung in Costa Rica ihren vorbildlichen Kurs fortsetzt. Nichts wäre schlimmer für unsere Welt, wenn durch Raubbau, Wilderei, Tourismus und Habgier dieses einmalige Fleckchen Erde verschwinden würde.

In diesem Sinne meine kleinen und großen Abenteurer: PURA VIDA

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„Lasst uns unseren Kindern eine sauberere Zukunft hinterlassen.“

Jörg

Wer mehr über Costa Rica erfahren möchte, klickt einfach hier.

 

Alle Fotobeiträge ©2018 bonoboo | Jörg Scharmann; Titelbild: Karte mit freundlicher Genehmigung von google (©2019)

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